06.02.2018 | Saarbrücken soll Gemeinwohl-Stadt werden

Vom riesigen Verbrauch an natürlichen Ressourcen, über Klimawandel bis zur großen Kluft zwischen Arm und Reich - das Bewusstsein für ökologische und soziale Themen steigt. Die Gesellschaft setzt damit die Zukunft aufs Spiel. Auch im wirtschaftlichen Handeln der Kommunen brauchen wir ein Umdenken hin zu einer werteorientierten, ethischen Wirtschaftspolitik.

Das Ziel von städtischen Unternehmen sollte primär die Erhöhung des Gemeinwohles, also des Wohles aller Bürger*innen, sein. Die Landeshauptstadt nimmt einerseits durch ihre Gesellschaften und andererseits durch die Verwaltungstätigkeit, z. B. im Rahmen von Finanzierung oder Beschaffung, eine Rolle als wirtschaftlicher Akteur ein.
Um die Auswirkungen dieser Tätigkeiten nachvollziehen zu können, werden sogenannte Gemeinwohlbilanzen aufgestellt. Sie zeigen, wie unsere Unternehmen in Sachen sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit und demokratischer Strukturen aufgestellt sind.
Wir möchten, dass Saarbrücken eine Gemeinwohl-Stadt wird. Als erste deutsche und eine der ersten Städten weltweit könnte Saarbrücken, nach dem Engagement im Bereich Fair Trade als eine soziale und ökologische Kommune stärker nach außen wirken. Die Landeshauptstadt wird zum Vorbild, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen von morgen entspricht und sich zur treibenden Kraft für zukunftsweisende Wirtschaftspolitik entwickelt.
(Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 06 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

31.01.2018 | Netto Markt in Dudweiler bleibt Gretchenfrage

In der kommenden Woche steht im Stadtrat erneut der geplante Umzug des Netto-Marktes von der Lisbeth-Dill-Straße in die Beethovenstraße zur Debatte.Aktuell soll das Verfahren in Bezug auf die Erstellung des Bebauungsplanes geändert werden. Wir wollen diesen Umzug verhindern und stimmen deswegen dagegen! 
Netto ist der bestehende Markt zu klein. Man möchte in der Nähe einen neuen, modernen Markt mit verbesserter Erreichbarkeit für PKW-Fahrer errichten. Der Umzug gefährdet die Existenz der jetzigen benachbarten Einzelhändler des Marktes, die ihren „Publikumsmagneten“ verlieren. Der Umzug wird zusätzlich noch spürbare negative Effekte im Zentrum von Dudweiler hervorrufen. Der Netto in der Dudogalerie wird an Anziehungskraft verlieren und auf Sicht schließen. Und das wäre der Supergau für das Zentrum! Wir haben für die Stadt ein gültiges Einzelhandelskonzept. Demzufolge dürfte dieser Umzug nicht erlaubt werden. Neben allen negativen Effekten für die Dudweilerer Kaufmannschaft sowie die Anwohner durch die erhöhte Lärm- und Verkehrsbelastung schaffen wir mit dieser Erlaubnis auch einen Präzedenzfall für die Aushöhlung unseres Einzelhandelskonzeptes. Somit wird dieser Fall zur Gretchenfrage für die Stadtverordneten – kuschen wir vor den Drohungen eines Discounters oder halten wir uns an die vernünftigen Regeln, die wir uns selbst gegeben haben. Wir wollen uns an diese Regeln halten!

24.01.2018 | Ratgeber für eine klimafreundliche Zukunft

Was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen – viele alltägliche Entscheidungen haben Einfluss auf Klima und Umwelt. 
Jeder von uns macht durch sein Konsumverhalten den Unterschied. Dabei muss Klimaschutz nicht teuer sein. Wer sich energie- und ressourcenschonend verhält, spart häufig viel Geld. Wie das geht, zeigt ein Klimasparbuch, ein handlicher, praxisorientierter Ratgeber und Stadtführer für den Klimaschutz vor Ort.
Viele Städte geben bereits Klimasparbücher heraus und zwar mit großem Erfolg. Das Buch umfasst sowohl eine Vielzahl von leicht verständlichen und einfach umzusetzenden Tipps als auch viele regional zugeschnittene, attraktive Gutscheine und Rabattangebote für umweltfreundliche Produkte aus allen Lebensbereichen. Damit erfolgt Klimaschutz dort, wo Menschen leben, arbeiten und wohnen. Das Klimasparbuch begleitet die Menschen auf dem Weg in eine umweltfreundliche Zukunft und animiert die Bürger*innen zum Mitmachen beim Klimaschutz.
Neben der Stärkung lokaler Initiativen, Firmen und Geschäften, die sich für den Klimaschutz einbringen, schaffen wir mit dem Klimasparbuch ein Bewusstsein dafür, mit welchen alltäglichen Entscheidungen wir unseren Konsum umweltverträglich und fair gestalten können.Wir Grüne möchten, dass unsere Landeshauptstadt auch zu den Städten gehört, die ein solches Klimasparbuch herausgeben.
(Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 04 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

17.01.2018 | Nachfüllbar - Unverpackt Saarbrücken mit „Grünen Kompass“ ausgezeichnet

Traditionell steht der Januar in der Landeshauptstadt Saarbrücken im Zeichen der Neujahrsempfänge. Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat und im Regionalverband hatten auch dieses Jahr gemeinsam dazu eingeladen, um mit ihren Gästen und Partnern auf das neue Jahr anzustoßen.

Wir nutzen diese Gelegenheit auch um uns bei all den ehrenamtlich Tätigen zu bedanken. Menschen, die sich in ihrer Freizeit für gemeinnützige Projekte oder allgemein für das Wohl unserer Landeshauptstadt einsetzen, sollen für dieses Engagement in einem festlichen Rahmen geehrt werden.
Wir verleihen zudem alle zwei Jahre den “Grünen Kompass” an Organisationen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die durch aktives Engagement am nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft mitwirken. Geehrt werden richtungsweisende Leistungen in den Bereichen nachhaltiges Wirtschaften, Umwelt- und Naturschutz, Bildung, Soziales und Inklusion.
In diesem Jahr ging der Preis an “Nachfüllbar - Unverpackt Saarbrücken”. Ein Saarbrücker Geschäft mit dem Anspruch, das nachhaltige Einkaufen möglich zu machen und Verpackungsmüll zu vermeiden.
Wir finden es wichtig, dass Läden wie “Unverpackt” entstehen, um den Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, Plastik zu sparen und aktiv etwas für die Umwelt zu tun. “Unverpackt Saarbrücken” bietet hier eine echte Alternative zu bestehenden Einkaufsmöglichkeiten. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 03 | Torsten Reif)

10.01.2018 | Das Festival der Herzen

Alljährlich fiebern im Januar nicht nur die Saarbrücker*innen einer der spannendsten Kinowochen des Jahres entgegen. Am Samstag startet mit der „Blauen Stunde“ der Vorverkauf für das 39. Filmfestival Max-Ophüls-Preis, das vom 22. bis 28. Januar unsere Landeshauptstadt für eine ganze Woche ins Rampenlicht der Filmbranche rücken wird. Die Wettbewerbsfilme, die zum Festival gehörenden Lesungen, Diskussionen und Feierlichkeiten locken regelmäßig viele tausend Besucher in die Saarbrücker Kinos.
Durch den eindeutigen Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Filmnachwuchs hat der Max-Ophüls-Preis einen besonderen Stellenwert innerhalb der Festivallandschaft und einen festen Platz im Kalender der Filmfans. Unser “MOP”, wie das Festival liebevoll genannt wird, ist ein Publikumsmagnet der besonderen Art, dessen kulturelle Bedeutung nicht oft genug betont werden kann. Dieses Jahr wird zum siebten Mal der Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film vergeben. Mit Doris Dörrie ehrt das Festival 2018 eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten des deutschen Kinos. Mit der “Blauen Stunde” beginnt auch für unsere Fraktion die Zeit, sich auf das Festival einzustimmen. Wie viele andere Saarbrücker werden wir unter dem Motto „Unser Max-Ophüls-Preis” unsere Büroräume abends ins blaue Licht eintauchen und so unsere Verbundenheit mit dem Festival der Herzen zeigen.(Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 02 | José Ignacio Rodriguez Maicas)