09.05.2018 | Sicher zur Schule

An vielen Schulen in der Landeshauptstadt herrscht morgens ein regelrechtes Verkehrschaos. Zahlreiche Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und setzen sie direkt vor dem Gebäude ab. Das führt nicht selten dazu, dass sie im Halteverbot parken und gefährlich rangieren müssen. Um solche Situationen zu vermeiden, appellieren wir Grüne an alle Eltern, Großeltern und Angehörige, wo und wann immer möglich, auf die „Taxi“-Fahrt zur Schule zu verzichten und den Schulweg zusammen mit den Kindern öfters mal zu Fuß zurückzulegen. Gleichzeitig ist uns natürlich bewusst, dass häufig Zeitdruck herrscht und dann auf das Auto zurückgegriffen wird. Daher sprechen wir uns schon seit langem für die Einrichtung sogenannter „Elternhaltestellen“ aus, die im nahen Umkreis zu den Schulen eingerichtet werden. Von diesen ausgewiesenen Plätzen aus können die Kinder dann zusammen mit Mitschüler*innen oder den Eltern das letzte Stück zur Schule laufen. Wir begrüßen, dass die Landeshauptstadt unsere Anregung aufgegriffen und solche Haltestellen zunächst im Umkreis der Turmschule in Dudweiler, der Max-Ophüls-Grundschule in St. Johann, der Arnulfschule in St. Arnual und des Rotenbühl-Gymnasiums eingerichtet hat. Damit ermöglichen wir den Schüler*innen ein sicheres Ein- und Aussteigen und reduzieren den Hol- und Bringverkehr vor den Schulgebäuden erheblich. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 19 | Torsten Reif)

 

02.05.2018 | In Wohnraum investieren!

Wohnraum in deutschen Städten ist Mangelware. Das gilt besonders für preisgebundene Wohnungen für sozial bedürftige Menschen – mehrere Tausend fehlen alleine in Saarbrücken. Da der Bedarf gleichzeitig wächst, brauchen wir besser jetzt als gleich effektive Anreize für Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften, damit diese in sozialen Wohnraum investieren. Die Landesregierung will dazu im Rahmen eines Wohnraumförderprogramms die Zuschüsse von 1000 Euro/m² auf 1750 Euro/m² anheben. Das halten wir für einen wichtigen Schritt und erwarten, dass die Fördermittel auch zeitnah in Saarbrücken ankommen. Um das sicherzustellen, bringen wir einen Antrag in die kommende Stadtratssitzung ein. Das Ziel: Das sogenannte „Aktionsprogramm Wohnraumförderung“ muss sofort umgesetzt werden. Außerdem fordern wir, dass der Tilgungszuschuss für Kredite weiterhin 25 Prozent beträgt und die guten Zinsbedingungen für Darlehen unverändert bleiben. Zusätzlich muss die Stadt Saarbrücken generell mehr in preiswerte Wohnungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, für Senioren, junge Familien sowie für Singles investieren, da diese Art von Wohnraum immer stärker nachgefragt wird. Nur, wenn wir heute die Voraussetzungen für ausreichend günstigen und mittelpreisigen Wohnraum in der Zukunft schaffen, wird Saarbrücken langfristig eine lebenswerte Stadt für seine Bürger*innen bleiben. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 18 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

 

25.04.2018 | Attraktiver ÖPNV für Saarbrücken

Um eine hohe Lebensqualität in der Landeshauptstadt sicherzustellen, brauchen wir eine Verkehrspolitik, die den Bürger*innen den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel schmackhaft macht. Jetzt bietet sich die Chance, diese Möglichkeit zu ergreifen, da die ÖPNV-Leistungen 2019 neu ausgeschrieben werden. Für uns ist es wichtig, wieder die Saarbahn GmbH mit diesen Leistungen zu beauftragen, da wir so als Stadt Einfluss auf Fahrpläne, Qualität des Angebots und Service nehmen können. Im Nahverkehrsplan, der der Ausschreibung vorgeschaltet wird, werden die Kriterien festgelegt, wie unser Bus- und Bahnverkehr gestaltet werden soll. Wir Grüne haben frühzeitig innerhalb der Eingabenfrist zahlreiche Verbesserungsvorschläge eingebracht, darunter eine moderne Ausstattung der Fahrzeuge mit kostenlosem WLAN. Weitere Anforderungen an den ÖPNV haben wir in einem Antrag mit den anderen Koalitionsfraktionen formuliert. So soll das Angebot unter anderem um Elektrobusse erweitert werden, neue Saarbahnfahrzeuge sollen mehr Platz für die Mitnahme von Fahrrädern und Kinderwagen erhalten, Haltestellen sollen barrierefrei gestaltet werden und die kostenlose Fahrradmitnahme soll rund um die Uhr möglich sein. Wir sind überzeugt, dass der ÖPNV mit einem attraktiven Angebot deutlich mehr Zuspruch finden wird und wir so sukzessive den motorisierten Individualverkehr reduzieren können. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 17 | Torsten Reif)

18.04.2018 | Leihsystem für Lastenräder

Mit Bus und Bahn schnell durch die Innenstadt und in die Außenbezirke Saarbrückens zu kommen, ist kein Problem. Aufs Auto kann man da gut verzichten. Schwieriger wird es, wenn zum Beispiel schwere Einkäufe transportiert werden müssen. Hier kommen Lastenräder als umweltfreundliche Alternative ins Spiel. Einige Städte in Deutschland bieten für die Räder Leihsysteme an. Ich bin der Auffassung, dass Saarbrücken nachziehen sollte, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Von einem Leihangebot können nicht nur Privatpersonen, sondern auch der Handel profitieren. Das Institut für Verkehrsforschung beispielsweise bietet Gewerbetreibenden mit dem Projekt “Ich entlaste Städte” die Möglichkeit, für eine Nutzungspauschale von einem Euro pro Tag ein Lastenrad zu mieten, mit dem sie ihre Transporte erledigen können. Ein solches Modell ließe sich hervorragend im Nauwieser Viertel umsetzen, um Lieferungen per Lastenrad abzuwickeln. Damit würde der Lkw-Verkehr dort vermieden und das Viertel für die Anwohner*innen und Besucher*innen aufgewertet. Letztlich geht es mir darum, einen Wirtschaftsverkehr in Saarbrücken zu etablieren, mit dem Waren schnell und effizient, aber auch möglichst klimafreundlich transportiert werden. Gerade für kleine Lieferungen über kurze Distanzen eignet sich das Lastenrad hervorragend. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 16 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

11.04.2018 | Fasten der Umwelt zuliebe

Die Ferien sind zu Ende, und an Ostern durfte beherzt beim Festtagsmenü zugeschlagen werden – schließlich war die Fastenzeit ja vorbei. Doch fasten kann man auf viele Arten, nicht nur zwischen Aschermittwoch und Ostern. Da wäre zum Beispiel das Plastikfasten. Produkte aus Plastik sind aus unserem Alltag nur schwer wegzudenken. Unser Shampoo kommt in der Plastik-Flasche und der so beliebte Coffee-to-go-Becher besteht oft ebenfalls daraus. Pro Jahr und pro Kopf fallen in Deutschland schier unglaubliche 37 Kilogramm Plastikmüll an. Die Folgen für die Umwelt sind verheerend. So werden 40% der Haushaltsabfälle aus Plastik verbrannt, und in den Weltmeeren schwimmen regelrechte Plastikteppiche. Inzwischen gibt es eine EU-weite Strategie zur Plastikvermeidung, die den Staaten vorgibt, Einweg-Plastik zu reduzieren und verstärkt auf Mehrwegverpackungen zu setzen. Allerdings kann auch jeder Einzelne zur Vermeidung von Plastikmüll und damit zur Reduzierung der Plastikproduktion beitragen. Zum Beispiel sollte für den täglichen Einkauf die eigene Einkaufstasche mitgebracht werden. Außerdem sollten Verbraucher*innen sich etwa für Milchprodukte in Glasflaschen statt in der Plastikverpackung entscheiden. Frisches Obst und Gemüse kann unverpackt auf dem Wochenmarkt gekauft werden. Jeder, der mit diesem Bewusstsein seine Einkäufe erledigt, trägt zum Schutz unserer Umwelt bei. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 15 | Torsten Reif)