25.07.2018 | Investieren ist Zukunft

Die Landesregierung hat den hohen Stellenwert des Oberzentrums Saarbrücken immer noch nicht erkannt. Anders ist die angekündigte Kürzung der Investitionen für die Landeshauptstadt nicht zu erklären. Ohne ausreichende Finanzspielräume wird Saarbrücken als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort gefährdet. Wie soll die Verkehrswende gelingen, wenn keine Gelder z.B. für Radwege bereitstehen? Mit dem Helmholtz-Zentrum eröffnet sich für Saarbrücken die große Chance zur Bewältigung des Strukturwandels. Diese drohen wir nun, zu verpassen. Denn ob erfolgreich Arbeitskräfte angeworben werden können, hängt mit der Qualität und Quantität von Wohnraum, Kitas und Schulen zusammen. Letztlich bleiben wichtige Investitionen in Straßen und städtische Gebäude auf der Strecke. Wollen wir wirklich nachfolgenden Generationen zumuten, dass sie die Zeche für eine heruntergewirtschaftete Stadt zahlen, nur weil es heute an Geldern für Investitionen fehlt? Die große Koalition strotzt dabei vor Uneinigkeit, wenn einerseits der Investitionsrahmen gekürzt wird und andererseits Ministerin Rehlinger mehr Geld für die Kommunen fordert; ein Koalitionsstreit, der zulasten der Saarbrücker*innen ausgetragen wird. Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung und Daseinsvorsorge müssen aus der Berechnung der “Schuldenbremse” herausgenommen werden. Nur so stellen wir die Zukunft Saarbrückens sicher. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 30 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

18.07.2018 | Park+Ride als Alternative

Täglich strömen über 120.000 Berufspendler*innen nach Saarbrücken, die meisten mit dem Auto. Das Straßennetz stößt dadurch an seine Belastungsgrenze. Jeder kennt die Verkehrsbehinderungen zu den Stoßzeiten. Die dadurch entstehenden Lärm- und Umweltbelastungen sind erheblich. Für uns ist klar: Eine nachhaltige Verkehrspolitik für die Landeshauptstadt muss darin bestehen, die gute Erreichbarkeit der Stadt auch auf anderem Wege als nur mit dem PKW zu gewährleisten. Hierfür muss in die nötige Infrastruktur investiert werden. Die Autofahrer*innen brauchen Alternativen für ihren täglichen Arbeitsweg, zum Beispiel in Form von Park+Ride-Parkplätzen vor den Toren Saarbrückens, die direkt an das Bus- und Schienennetz angebunden sind. Die Bürger*innen hätten damit eine bequeme Möglichkeit, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen und stressfrei in die Stadt zu gelangen. Solche Parkplätze könnten an den Autobahnen, im Sulzbachtal oder im Scheidter Tal im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit entstehen. Außerdem möchten wir, dass ein solches Angebot mit Park+Bike-Plätzen in Verbindung mit einem Fahrradleihsystem ergänzt wird. Wir erwarten von der Stadtverwaltung, in Zusammenarbeit mit den umliegenden Kommunen entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Denn klar ist: Wenn wir Pkw so gut es geht aus der Stadt heraushalten, erhöhen wir die Lebensqualität in Saarbrücken deutlich. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 29 | Torsten Reif)

11.07.2018 | Bessere Fahrgastinfo

Dass es zu Ausfällen und Verspätungen im Bus- und Bahnverkehr aufgrund eines erhöhten Krankenstandes oder - wie im Juni - infolge von Unwetterschäden kommen kann, ist nachvollziehbar. Allerdings sollten die Fahrgäste rechtzeitig darüber sowie über Alternativrouten in Kenntnis gesetzt werden, um nicht unnötig an Haltestellen warten zu müssen. Hier besteht bei der Handy-App des saarVV, dem ‘Saarfahrplan’, noch Nachholbedarf. Denn die Anwendung informiert nicht immer zuverlässig über ausfallende oder verspätete Busse und Bahnen. Dahingehend sollte die App dringend überarbeitet werden. Außerdem würde ich mir wünschen, dass ein Verspätungsalarm als Push-Nachricht integriert wird, um die Fahrgäste unmittelbar auf Verzögerungen aufmerksam zu machen. Auch sollte die App darüber informieren, in wie vielen Minuten an der jeweiligen Haltestelle ein bestimmter Bus abfährt. So kennt man es zum Beispiel von den dynamischen Fahrgastinformationen an den Saarbahnhaltestellen. Zu einem modernen und kundenfreundlichen ÖPNV muss es auch zählen, Tickets elektronisch auf dem Handy kaufen zu können. Dass sich die Bürger*innen die Fahrkarten noch immer an Automaten ausdrucken müssen, mutet im digitalen Zeitalter anachronistisch an. Nur, wenn das ÖPNV-Angebot mit den aktuellen technischen Entwicklungen Schritt hält, können wir seine Attraktivität für die Bürger*innen steigern. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 28 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

04.07.2018 | Dank an alle Radler*innen

In den letzten Wochen haben viele Saarbrücker*innen ein starkes Zeichen für den Radverkehr und damit für umweltfreundliche Mobilität gesetzt. Bei der vierwöchigen Veranstaltung Stadtradeln haben die 34 Teams der Landeshauptstadt 104.974 Kilometer mit dem Drahtesel zurückgelegt. Dabei konnten 15 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden werden. Unsere Stadtratsfraktion war gemeinsam mit weiteren Saarbrücker Grünen und interessierten Bürger*innen mit dem Team „Next Greeneration“ am Start. Wir danken allen Teilnehmer*innen für ihren Einsatz und hoffen, dass diese Aktion den einen oder die andere zum Umdenken gebracht hat. Den Alltagsradverkehr selbst als Aktive zu erleben und dessen Vorzüge zu erkennen, soll auch ein Effekt des Stadtradelns sein. Letztlich sollen immer mehr Bürger*innen davon überzeugt werden, den Arbeitsweg oder kurze innerstädtische Strecken mit dem Rad statt mit dem Auto anzutreten. Das ist auch nötig, wenn man bedenkt, dass der Anteil der Radfahrer*innen am Alltagsverkehr in Saarbrücken nur vier Prozent beträgt. Umso wichtiger ist es, mit Veranstaltungen wie dem Stadtradeln zu zeigen, wie wir durch den Verzicht aufs Auto der Umwelt etwas Gutes tun können. Daher setzen wir Grüne auch alles daran, den Radverkehr in Saarbrücken konsequent zu stärken, damit wir den Anteil des Radverkehrs in den kommenden Jahren auf wenigstens 15 Prozent erhöhen können. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 27 | Torsten Reif)

27.06.2018 | Ferien in der Stadt

In dieser Woche hat für die Schüler*innen im Saarland mit den Sommerferien die wohl schönste Zeit des Jahres begonnen. Die Ferien bieten für die Kinder und auch viele Eltern die Gelegenheit, den Alltagsstress hinter sich lassen, zu entspannen, oder sich in Abenteuer zu stürzen. Dazu muss man nicht unbedingt in die Ferne schweifen oder jeden Tag im Freibad verbringen. Denn viele Vereine und Organisationen in der Landeshauptstadt bieten für alle Daheimgebliebenen ein abwechslungsreiches Ferienprogramm an. Alleine das Referat ‘Kinder in der Stadt’ (KidS) hat etwa 200 Veranstaltungen im Programm, darunter Ferienspiele in den verschiedenen Stadtteilen, Biber- und Fledermauswanderungen, eine Spurensuche im Urwald vor den Toren der Stadt oder einen Erste-Hilfe-Kurs. Auch das Sportangebot ist mit Modetänzen, Inliner- und Skatetraining oder Reitkursen sehr vielfältig. Im Deutsch-Französischen Garten werden vom Kulturamt kreative Ateliers angeboten, außerdem gibt es Musik- und Theaterworkshops, Naturwissenschafts- und Technikkurse, Computerkurse und Lesungen für Kinder. Und für die ganze Familie sind der Wildpark und Saarbrücker Zoo immer einen Ausflug wert. Als Höhepunkt können sich Jung und Alt dann auf das Saarspektakel am letzten Ferienwochenende freuen. Ich wünsche allen im Namen unserer Stadtratsfraktion erholsame, spannende und abwechslungsreiche Sommerferien. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 26 | José Ignacio Rodriguez Maicas)