11.04.2018 | Fasten der Umwelt zuliebe

Die Ferien sind zu Ende, und an Ostern durfte beherzt beim Festtagsmenü zugeschlagen werden – schließlich war die Fastenzeit ja vorbei. Doch fasten kann man auf viele Arten, nicht nur zwischen Aschermittwoch und Ostern. Da wäre zum Beispiel das Plastikfasten. Produkte aus Plastik sind aus unserem Alltag nur schwer wegzudenken. Unser Shampoo kommt in der Plastik-Flasche und der so beliebte Coffee-to-go-Becher besteht oft ebenfalls daraus. Pro Jahr und pro Kopf fallen in Deutschland schier unglaubliche 37 Kilogramm Plastikmüll an. Die Folgen für die Umwelt sind verheerend. So werden 40% der Haushaltsabfälle aus Plastik verbrannt, und in den Weltmeeren schwimmen regelrechte Plastikteppiche. Inzwischen gibt es eine EU-weite Strategie zur Plastikvermeidung, die den Staaten vorgibt, Einweg-Plastik zu reduzieren und verstärkt auf Mehrwegverpackungen zu setzen. Allerdings kann auch jeder Einzelne zur Vermeidung von Plastikmüll und damit zur Reduzierung der Plastikproduktion beitragen. Zum Beispiel sollte für den täglichen Einkauf die eigene Einkaufstasche mitgebracht werden. Außerdem sollten Verbraucher*innen sich etwa für Milchprodukte in Glasflaschen statt in der Plastikverpackung entscheiden. Frisches Obst und Gemüse kann unverpackt auf dem Wochenmarkt gekauft werden. Jeder, der mit diesem Bewusstsein seine Einkäufe erledigt, trägt zum Schutz unserer Umwelt bei. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 15 | Torsten Reif)

04.04.2018 | Ein Möbelhaus mit Stil

Mit dem Spatenstich wurde vor einigen Tagen der Startschuss für den Bau des größten Einrichtungshauses in Saarbrücken gegeben - des neuen Möbel-Martin-Gebäudes am Osthafen zwischen Ostspangenbrücke und Römerkastell. Voraussichtlich ab Frühjahr 2019 werden Kundinnen und Kunden dort auf einer Verkaufsfläche von 30.000 Quadratmetern shoppen können. Es ist für eine Stadt immer ein positives Signal, wenn sich ein hier ansässiges Unternehmen zum Standort offen bekennt und dort einen repräsentativen Firmensitz errichtet. Das neue Möbelhaus wird nicht nur 200 Mitarbeiter*innen einen Anstellung bieten, es wird außerdem die Kaufkraft in der Landeshauptstadt steigern. Auch städtebaulich wird das neue Einrichtungshaus eine Bereicherung darstellen. So wird die Fassade eine Beschichtung erhalten, die je nach Tageslicht anders schimmert und abends zusätzlich verschiedenfarbig beleuchtet werden kann. Bei aller Freude darüber dürfen wir nicht vergessen, dass Möbel Martin auch Auswirkungen für den Handel in der Innenstadt hat. Umso wichtiger ist es, dass sich jetzt alle Akteure an das vom Stadtrat beschlossene Einzelhandels- und Zentrenkonzept halten. Etwaige Ausnahmeregelungen schwächen dieses Konzept und können die Händler in der Innenstadt bedrohen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich auch so das neue Möbelhaus zum Wirtschaftsmotor für Saarbrücken entwickeln wird. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 14 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

28.03.2018 | Keine Zukunft ohne Investitionen

Dass eine Stadt in ihre Infrastruktur investieren kann, ist Grundvoraussetzung, damit sie auch in Zukunft attraktiv für ihre Bürger*innen bleibt. Doch die vom Land auferlegten Sparzwänge infolge der Schuldenbremse schnüren Kommunen wie Saarbrücken mehr und mehr den Hals zu. Hinzu kommen immer weitere Aufgaben vom Land und Bund, deren Finanzierung größtenteils Saarbrücken übernehmen muss. Bislang hat das Land hochverschuldeten Städten und Gemeinden Sonderkredite für wichtige Investitionen genehmigt. Doch damit soll laut Innenminister Bouillon Schluss sein. Damit lässt er die Kommunen hängen, denn klar ist: Alleine mit Haushaltsmitteln kann Saarbrücken den Investitionsstau nicht abbauen. Dieser Investitionsstau bedeutet auch eine Belastung für zukünftige Generationen. Das sind versteckte Schulden, die wir unseren Kindern hinterlassen. Wenn wir unsere Infrastruktur nicht instand halten, verkommt sie und muss in der Zukunft teuer saniert oder gar neu gebaut werden. Saarbrücken braucht eine Lösung für die Altschuldenproblematik. Alleine wird die Landeshauptstadt es nicht schaffen. Sie ist als Kommune die letzte in der “Finanzkette“. Der Bund, das Land und der Regionalverband regieren in unseren Haushalt hinein, ohne dass wir uns wehren können. Letztlich geht es um die Zukunft unserer Landeshauptstadt und die Zukunft wartet nicht auf uns, sie ist morgen schon da.  (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 13 | José Ignacio Rodriguez Maicas)

21.03.2018 | Schwerlastverkehr raus aus Saarbrücken

Der Widerstand aus der Bevölkerung und von uns Grünen hat Wirkung gezeigt: Die Pläne von DB Schenker, sich in Ensheim niederzulassen, dürften wohl vom Tisch sein. Nicht zuletzt die Podiumsdiskussion Ende Februar hat klar gemacht, welch große Sorgen dieses Thema den Bürger*innen bereitet. Infolge der Ansiedlung hätte der Schwerlastverkehr insbesondere im Bereich Fechingen, Ensheim und Eschringen deutlich zugenommen. Die Lärm- und Schadstoffbelastung wäre unerträglich geworden. Dennoch müssen wir uns vor Augen führen, dass auch ohne eine Schenker-Ansiedlung zu viele Lkw in Saarbrücken und Umgebung unterwegs sind. Sie belasten die Umwelt und hinterlassen erhebliche Schäden an der Infrastruktur. Daher setzen wir uns für eine weiträumige Lkw-Durchfahrtsverbotszone ein. Die Lkw sollen für einen Transit ausschließlich die A6 benutzen. Damit würden alle Saarbrücker, unter anderem die leidgeprüften Anwohner der L108, der B423, der Camphauser Straße, im Scheidter Tal und der Lebacher Straße, entlastet werden. Ausweichverkehre wie derzeit durch Fechingen oder Eschringen wären ebenfalls unterbunden. Lkw dürften dann nur noch im Rahmen des Ziel- und Quellverkehrs auf diesen Strecken unterwegs sein. Den Schwerlastverkehr auf der Straße zu reduzieren und Gütertransporte mehr auf die Schiene zu verlagern, ist Grundlage einer umweltschonenden und nachhaltigen Verkehrspolitik. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 12 | Torsten Reif)

14.03.2018 | Filmhaus wird zum Publikumsmagnet

Die Zahlen sprechen für sich: Während das Filmhaus im August 2017 noch 543 Beuscher*innen für die aktuellen Filmvorstellungen verbuchen konnte, hat sich die Zahl bis Januar 2018 fast verdreifacht. Auch im Februar hielt der positive Trend an. Damit müssen nun auch die letzten Kritiker eingestehen, dass das vom Grünen Kulturdezernenten Thomas Brück, der Filmhaus-Leiterin Christel Drawer und deren Teams entwickelte neue Konzept ein Erfolg ist. Mit der Mischung von aktuellem Programm und Angeboten zu Themen aus dem Bereich der Wissenschaft hat man den Nerv der Zeit getroffen. Das zeigt sich daran, dass die Sonderfilmreihen, Vorträge, Lesungen und Ringvorlesungen von den Saarbrücker*innen sehr gut angenommen werden. Im Rahmen der besonderen Filmwochen besuchten alleine 480 Zuschauer*innen das Latino-Filmfestival, 388 das Cinema Italia und 474 die Schulkinowoche. Die Ringvorlesung zum 200. Geburtstag von Karl Marx lockte 685 Bürger*innen in das Filmhaus. Durch das neue Konzept ist das Filmhaus also auch jenseits des Max-Ophüls-Festivals zum Publikumsmagneten geworden. Und ein Blick auf das künftige Programm macht uns zuversichtlich, dass der positive Trend weiter anhält. Unter anderem ist geplant, in Kooperation mit Verbänden Dokumentationen zu zeigen, die in regulären Programmkinos sonst nicht zu sehen sind. Insgesamt ein tolles Signal: Das Filmhaus hat Zukunft. (Wochenspiegel-Kolumne "Die Stadtratsfraktionen informieren" | KW 11 | José Ignacio Rodriguez Maicas)