21.11.2018 | Erzieher*innen in Kitas: Unbefristete statt befristete Verträge!

Saarbrücken, 21.11.2018. Die Grünen im Stadtrat sprechen sich für eine Umwandlung der befristeten Beschäftigungsverhältnisse für Erzieher*innen in den Saarbrücker Kitas in unbefristete aus. Bislang sind 15 Prozent der Mitarbeiter*innen im sogenannten Sozial- und Erziehungsdienst befristet angestellt. Angesichts des fortschreitenden Kita-Ausbaus in der Landeshauptstadt würde das Personal allerdings langfristig gebraucht. Daher bestehe kein Grund, an befristeten Beschäftigungsverhältnissen festzuhalten.

"Die frühkindliche Bildung in den Kindertagesstätten leistet einen großen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung unserer Kinder und bereitet sie auf die Schule vor. Damit erfüllen die Erzieher*innen in den Kitas einen wichtigen pädagogischen Auftrag, der unserer Auffassung nach nicht ausreichend gewürdigt wird. Denn bislang sind 15 Prozent der Erzieher*innen in den städtischen Einrichtungen befristet beschäftigt. Dazu besteht jedoch kein Grund. Denn wir brauchen sie langfristig und wir brauchen mehr von ihnen. Dazu muss man sich nur einmal vor Augen führen, dass die Kinderzahlen in Saarbrücken steigen, was mit einem geplanten Ausbau von fast 1000 Kita-Plätzen bis zum Jahr 2021 einhergehen soll. Wir sprechen uns daher dafür aus, dass alle diese befristeten Verträge zeitnah entfristet werden und mehr Planstellen geschaffen werden. Perspektivisch sollte außerdem auf eine bessere Vergütung für die Erzieher*innen hingearbeitet werden", erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Stadtrat, Karin Burkart.

Unbefristete Arbeitsverhältnisse seien wichtig, um den Erzieher*innen Planungssicherheit zu geben. Burkart abschließend: "Befristete Verträge hingegen wirken demotivierend und bewirken sicherlich, dass sich der/die ein/eine oder andere nach einer unbefristeten Stelle in einer anderen Stadt umsieht. Und genau das wollen wir nicht und können es uns auch angesichts des steigenden Bedarfs an Erzieher*innen überhaupt nicht erlauben. Wir wollen Saarbrücken als lebenswerte, attraktive Stadt für die Bürger*innen erhalten. Und dazu zählt es auch, dass sie hier sichere Arbeitsplätze finden."