07.09.2010 | Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke sind negativ für Stadtwerke

Durch die Einigung der schwarz-gelben Bundesregierung auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke erwarten bundesweit die Stadtwerke massive Einbußen.
Die Investitionen in Kraftwerke seien im Glauben auf politische Verlässlichkeit geschehen. Längere Laufzeiten der AKW’s schmälern allerdings die Auslastung der Kraftwerke der städtischen Unternehmen und entzögen zukünftigen Investitionen in Kraftwerke die Grundlage.
„Deshalb fordern wir wie auch der Deutsche Städtetag entsprechende Ausgleichzahlungen für die kommunalen Versorger“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Thomas Brück.
Der schwarz-gelbe Deal mit den Akw-Betreibern sei aus umweltpolitischen und Klimaschutzgründen eine Katastrophe, zudem sei trotzdem mit einem Anstieg der Strompreise zu rechnen. „Atomstrom ist so oder so nicht billig“. sagte Brück. Würde man stattdessen in erneuerbare Energien investieren, käme auch gleichzeitig Geld in die Kassen der Kommunen.
„Ich bin davon überzeugt, dass z.B. Kommunen mit Windkraft-Anlagen aus den Einnahmen Projekte finanzieren können, die sonst der Haushaltsnot zum Opfer fallen würden. Auch die BürgerInnen könnten durch Beteiligungs-Modelle an solchen Anlagen finanziell profitieren“, so Brück weiter. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang die neue Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD) im Industriegebiet Süd, für die gerade die Grundsteinlegung erfolgte und die den Wiedereinstieg des VVS Konzern in die Eigenerzeugung von Strom und Wärme markiert. In windstillen Zeiten könnten Stromlücken durch diese Anlage ausgeglichen werden. „Dies macht deutlich: Der Ausstieg aus der Atomenergie ist sehr wohl möglich, man muss es nur wollen!“, so Brück abschließend.

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