24.09.2010 | Saarbahn- und Zugverbindungen nach Frankreich müssen gesichert werden

Grüne fordern schnellstmögliches Handeln
Vor dem Hintergrund der Einführung einer neuen Steuer auf Personenzüge in Frankreich sieht die grüne Stadtratsfraktion gravierende Probleme für Saarbrücken und seine BürgerInnen zukommen.
Betroffen wären zum einen die Saarbahn auf der Zugstrecke nach Saargemünd aber auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris-Saarbrücken. Durch die neue Pauschalsteuer bestünde die Gefahr, dass die Verbindungen nicht mehr finanzierbar seien bzw. die Fahrpreise enorm ansteigen könnten.
„Diese seit 1997 bestehende Saarbahn-Verbindung würde dann eingestellt werden müssen. Dies wäre ein unglaublich großer Verlust! Denn die Züge werden sehr gut angenommen und sind ein unverzichtbarer Bestandteil grenzüberschreitender Mobilität“, teilte die Fraktionsvorsitzende der grünen Stadtratsfraktion Claudia Willger-Lambert mit.
Gleichzeitig würde ihr Wegfall für Saarbrücken eine beträchtliche Zunahme des Autoverkehrs bedeuten. Darüber hinaus würden alle Bemühungen, den grenzüberschreitenden Schienenverkehr gemeinsam mit den französischen Nachbarn auszubauen - in Richtung Metz und in Richtung Straßburg - konterkariert werden. Bisherige Investitionen wären sinnlos, schlichtweg verlorenes Kapital.
„Es darf nicht sein, dass zahlreichen Berufspendlern und Touristen durch die neue Steuer die Alternative zum motorisierten Individualverkehr genommen wird. Grenzüberschreitender Austausch und Mobilität, die gerade in unserer Region von erheblicher Bedeutung und für Europa vorbildlich sind, würden einen schweren Rückschlag erfahren“, so Willger-Lambert weiter.
Jetzt ginge es darum, Lösungen für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr und ganz besonders für den kleinräumigen grenzüberschreitenden Verkehr zu finden. Mobilitäts-Konzepte für Saarbrücken, das Saarland und die gesamte Großregion dürften nicht zerstört, sondern im Gegenteil Zukunftspotenziale müssten weiterentwickelt werden.
„Wir fordern alle Akteure auf den politischen Ebenen auf, sich eindringlich für eine Sicherung der Zugverbindungen einzusetzen“, sagte Willger-Lambert abschließend.

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