08.10.2010 | Mittagessen in Schulen: Mehr als nur zusammen essen

Grüne unterstützen die Einbindung in eine wissenschaftliche Begleitung
Das beitragsfreie Mittagessen ist als Pilotprojekt an zwei Grundschulen in Saarbrücken gestartet. Die Nachfrage in den betroffenen Ganztagsschulen Weyersberg und Folsterhöhe ist groß. Fast alle Kinder, die im Ganztagsbereich sind, essen mittags jetzt zusammen. „Und wir gehen davon aus, dass die Anmeldungen noch steigen werden“, teilte die schulpolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion Karin Burkart mit.
„Wir freuen uns, dass damit eine Empfehlung vieler Fachleute realisiert werden konnte, nämlich dass jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit haben sollte, an der Mittagsverspflegung teilzunehmen und zwar unabhängig vom jeweiligen sozioökonomischen Hintergrund. Ebenso wichtig ist uns aber auch, dass mit dem beitragsfreien Mittagessen in Weyersberg und Folsterhöhe gleichzeitig auch eine wissenschaftliche Begleitung verknüpft wurde“, sagte Burkart.
Von Interesse seien insbesondere die Auswirkungen, die das gemeinsame Mittagessen auf die Essatmosphäre und das gesamte Schulklima hätten. Gleichzeitig könnten die Qualitätsstandards für das Mittagessen überprüft und eventuell angepasst werden.„Essgewohnheiten können hinterfragt und ggf. korrigiert werden, der kulturelle Hintergrund kann mitberücksichtigt werden z.B. in der Form, dass auch Gerichte aus unterschiedlichen Esskulturen angeboten und dann ggf. in die Regelverpflegung mit übernommen werden. Denn allein tabuisierte Lebensmittel wie z.B. Schweinefleisch zu vermeiden, schafft noch keine kulturelle Akzeptanz“, so Burkart weiter.
Die grüne Stadtratsfraktion begrüßt ausdrücklich, dass auch die Eltern mit in die Untersuchung einbezogen würden, weil nur so nachhaltige Veränderungen möglich seien. Burkart abschließend: „Eine grundsätzliche grüne Forderung, ein pädagogisches Verpflegungskonzept als Bestandteil des Bildungskonzeptes zu begreifen, wäre damit aufgegriffen. Bei der Einführung und Weiterentwicklung von Schulverpflegung handelt es sich um eine integrative Aufgabe, zu der jeder etwas beisteuern kann. Das gemeinsame Mittagessen setzt Lernprozesse für alle Beteiligten in Gang und kann neue Wege im Schulalltag und in den Beziehungen zwischen SchülerInnen und Lehrkräften aufzeigen.“

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