25.11.2010 | Für den Erhalt der Telekom-Arbeitsplätze in Saarbrücken

SPD, DIE LINKE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Saarbrücker Stadtrat fordern die Deutsche Telekom auf, Abstand von den Plänen für einen weiteren Stellenabbau in der Landeshauptstadt zu nehmen.
In einer gemeinsamen Resolution, die die Bündnispartner gemeinsam im Stadtrat einbringen werden, heißt es: „Durch den anhaltenden Arbeitsplatzabbau der Deutschen Telekom werden Existenzen Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger bedroht. Gleichzeitig werden die Stadt und die Region abgehängt im Wettbewerb um zukunftsfähige Arbeitsplätze und die Ansiedlung innovativer Unternehmen.“ Seit der Privatisierung in den 90er Jahren habe das Unternehmen im Saarland mehr als 4.000 Stellen abgebaut – ein Großteil davon in der Landeshauptstadt. Jetzt sollen 116 Stellen in Saarbrücken gestrichen werden. Insgesamt stehe mehr als die Hälfte der Telekom-Arbeitsplätze im Land auf der Kippe.
Die drei Fraktionen fordern die Landesregierung deshalb auf, im Bundesrat für die Standorte und Stellen im Land zu kämpfen. Immerhin sei der Bund der größte Anteilseigner der Telekom. Rolf Linsler, Fraktionsvorsitzender der LINKEN: „Die Beschäftigten der Telekom haben unsere volle Solidarität. Es kann nicht sein, dass etwa ein 51-jähriger Familienvater, der jahrelang für die Telekom in Saarbrücken gearbeitet hat, jetzt vor die Wahl gestellt wird: Nach Bonn wechseln oder arbeitslos werden. Die Telekom ist mit den Steuergeldern der Bürgerinnen und Bürger, also auch der Menschen im Saarland, aufgebaut worden. Der Bund hat als größter Eigner eine soziale Verantwortung und deshalb auch die Pflicht, sich für die Belange der Menschen hier einzusetzen.“
„Wir können nicht tatenlos zusehen, wie dieses Unternehmen sich nach und nach aus Saarbrücken verabschiedet“, erklärt Peter Bauer, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Wie bereits beim Beispiel der Firma Siemens, die mit zwei Standorten in Burbach angesiedelt ist, wollen wir mit innovativen Unternehmen zukunftssichere Arbeitsplätze in unserer Stadt schaffen. Deshalb müssen wir für den Erhalt der Telekom-Standorte kämpfen.“ Dafür müsse die Landesregierung aber auch ernsthafte Verhandlungen führen.
Thomas Brück, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/DIE Grünen erklärt: „Wir brauchen ein nachhaltiges Konzept für die Telekom-Standorte. Es kann nicht sein, dass wir hier jedes Jahr aufs Neue eine Diskussion um Stellenabbau führen. Mit dieser Resolution wollen wir deutlich machen, dass wir zu den Beschäftigten in dieser Stadt stehen und für den Erhalt der Arbeitsplätze kämpfen wollen. Natürlich sind alle anderen Fraktionen des Stadtrates herzlich eingeladen, dies zu unterstützen.“

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