29.01.2013 | Stadionpläne: Schritt in die richtige Richtung – aber mehr nicht

Grünen-Stadtratsfraktion bleibt skeptisch

Zu den Plänen von Stadt und Land, das Ludwigspark-Stadion nicht grundlegend umzubauen sondern im Bestand zu sanieren, teilt die Fraktionsvorsitzende und Sportpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Karin Burkart mit:

„Prinzipiell begrüßen wir die Entscheidung von Stadt und Land, auf die kleine Lösung zurückzugreifen und das Ludwigsparkstadion im Bestand zu sanieren. Ein grundlegender Umbau oder gar Neubau wäre sowohl für das Land als auch für die Stadt nicht zu finanzieren gewesen. Aber wir warnen davor zu glauben, mit dieser Entscheidung seien jetzt alle Probleme vom Tisch.

Es gibt noch keinen gesicherten Kosten- und Finanzierungsplan für die Sanierung. Da reichen die Vermutungen und Schätzungen von 15 Millionen bis zu 28 Millionen. Auch über die Höhe der laufenden Betriebskosten, insbesondere nach Einbau einer Rasenheizung, gibt es noch keine Aussagen. Ebenso die Frage, in welcher Art und Weise der FCS finanziell einzubinden ist, ist noch unbeantwortet. Die Parkplatzsituation löst sich nicht automatisch damit, dass das Stadion jetzt nur saniert werden soll. Die Parkplatznot und die Lärm- und Verkehrsbelastung bleiben für die AnwohnerInnen auf dem Rodenhof die gleiche, egal ob die Fans und BesucherInnen zu einem sanierten oder neu gebauten Stadion mit Auto anreisen. Hier müssen Lösungen gefunden werden, insbesondere muss eine bessere ÖPNV-Anbindung angeboten werden. Die ZuschauerInnen müssen durch gute und intelligente Angebote dazu motiviert werden, auf ihr Auto zu verzichten und dafür stressfrei mit Bus und Bahn anreisen zu können. Allein zusätzliche Parkplätze schaffen zu wollen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss.
Wie sieht es mit der Nutzbarkeit des sanierten Stadions für andere Zwecke und Veranstaltungen, wie z.B. Konzerte aus? Und wie lange wird die Sanierung dauern?

Alles Fragen über Fragen, die erst geprüft und beantwortet werden müssen, bevor die schon seit Jahren immer wieder auftauchenden Pläne und Ideen für ein wie auch immer geartetes Stadion in Saarbrücken dann tatsächlich umgesetzt werden können.

Und: An diesen Diskussionsprozessen müssen die KommunalpolitikerInnen in den städtischen Gremien besser und frühzeitig beteiligt werden. Nur über neue Fakten und neue Pläne zu informieren, bedeutet eine Vernachlässigung dieser Fachgremien. Denn schließlich muss der Stadtrat nach Vorlage von belastbaren Zahlen entscheiden, ob und wie saniert wird“.

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