12.12.2013 | Bürgerinformation an der Berliner Promenade weiterhin wichtig

Grünen-Stadtratsfraktion wendet sich gegen die Schließung

Die Stadt möchte das Bürgerinformationszentrum an der Berliner Promenade schließen, das seit 2009 die BürgerInnen über die geplanten Maßnahmen im Rahmen des Projektes „Stadtmitte am Fluss“ informierte.
Der Fraktionsvorsitzende und Baupolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat, Guido Vogel-Latz spricht sich dagegen aus.

„Wir sind irritiert über die angekündigte Schließung des Infocenters und können auch die städtische Begründung für diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Denn weder sind die Arbeiten an der Berliner Promenade wirklich abgeschlossen, noch befindet sich das Projekt Stadtmitte am Fluss in seiner Endphase.
An der Berliner Promenade ist die Lücke des ehemaligen Drescher-Hauses noch nicht gefüllt, auch die Anschlüsse des Willi-Graf-Ufers nach Osten am Finanzamt und nach Westen an der Congresshalle sind noch nicht getätigt.
Auch die weiteren geplanten Baumaßnahmen im Rahmen von Stadtmitte am Fluss werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen und befinden sich noch lange nicht am Ende. Die Eisenbahnstraße wird umgebaut und der Osthafen ist in der Umgestaltung. Auch die Frage der Umgestaltung der Wilhelm-Heinrich-Brücke und des Neumarktes ist noch nicht beantwortet. Und das sind nur einige der vielen Teilprojekte, die bis 2020 umgesetzt werden sollen. Alle diese zukünftigen Baumaßnahmen müssen bürgernah erklärt und in ihrem Fortgang begleitet werden. Durch die Aufteilung in viele kleine Teilprojekte hat sich das Wesen des Projektes Stadtmitte am Fluss vollkommen verändert, auch dies muss den BürgerInnen erläutert werden. Wenn man die SaarbrückerInnen weiter in die Umsetzung mitnehmen will, muss man ihnen auch darlegen, welche Herausforderungen es bei der EU-Bezuschussung zu meistern gilt.
Die Alternative, die die Stadt zum Infocenter anbietet, sich nämlich direkt an die ProjektmitarbeiterInnen im Baudezernat zu wenden, erachten wir als wenig realistisch und für viele BürgerInnen aus Zeitgründen auch nicht machbar.
Wir fordern, diese Schließung zu überdenken und stattdessen Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung auf neue Füße zu stellen. Jetzt die Bürgerinformation an der Berliner Promenade einzustellen, halten wir für das falsche Zeichen, denn es gilt jetzt erst recht die BürgerInnen bei den nächsten schwierigen Phasen des Projektes einzubinden und mitzunehmen“.

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