06.06.2012 | Grünes Hearing zur Energiewende in Saarbrücken

Im gut besuchten Rathausfestsaal diskutierten beim Hearing der Grünen-Stadtratsfraktion Gäste und Podium darüber, wie aus Saarbrücken eine emissionsfreie Stadt werden kann.

Zum Thema „Prima Klima in der Stadt – Saarbrücken auf dem Weg zur emissionsfreien Stadt“ stellte Pof. Leprich, Leiter des Saarbrücker Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) seine Thesen zur Energiewende in Saarbrücken vor. Um eine Null-Emissionskommune zu werden, schlägt Prof. Leprich vor, ein systematisches Organisations- und Prozessmanagement einzuführen, um Energie zu sparen und die Energieeffizienz zu steigern aber auch um einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln. Wichtig dabei sei die Nutzung der erneuerbaren Energien insbesondere aus regionalen Quellen. Dabei sei die Vorbildfunktion ebenso wichtig, wie die BürgerInnen auf diesem Weg mitzunehmen etwa durch Klimaschutzkampagnen, Energieberatung und Zukunftswerkstätten.

Der Umweltdezernent der LHS, Kajo Breuer, sieht Saarbrücken auf einem guten Weg. Ende 2010 habe der Stadtrat die Aufstellung eines neuen Klimaschutzkonzeptes beschlossen. Die Ziele seien hochgesteckt: In mehreren Schritten soll der CO2-Ausstoß in Saarbrücken bis 2050 (gegenüber 1990) um 80% gesenkt werden, ein erstes Zwischenziel sei die 40%ige Reduktion bis 2020.

Damit Saarbrücken aber diese Ziele auch erreichen könne, müssten alle wichtigen Akteure an einen Tisch, auch diejenigen, die nicht unbedingt zum grünen „Dunstkreis“ zu zählen sind, betonte der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion Thomas Brück. Wobei es für die Grünen ein klares politisches Ziel gibt, nämlich 100% des Energieverbrauchs der Stadt aus erneuerbaren Energien zu decken.

Peter Edlinger, Mitglied der Geschäftsführung der VVS Saarbrücken erinnerte daran, dass die Stadtwerke eine Kehrtwendung in die richtige Richtung gemacht hätten und durch den Bau eines eigenen Kraftwerkes und dezentrale Blockheizkraftwerke wieder in die Energiezeugung eingestiegen seien. Gleichzeitig sieht er aber noch Nachholbedarf bei den Investitionen in Erneuerbare Energien.

Unter der kompetenten Moderation der ehemaligen saarländischen Umweltministerin und jetzigen grünen Landtagsabgeordneten Dr. Simone Peter wurde deutlich, dass Ökostrom kein Preistreiber sei. Ganz im Gegenteil, Erneuerbare Energien verbilligten den Kaufpreis an der Strombörse, diesen Effekt hätten die großen Energiekonzerne allerdings nicht an die Verbraucher weitergegeben.

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