22.08.2008 | Grüne machen Verbesserungsvorschläge für kostenloses Mittagessen an Grundschulen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat setzen sich dafür ein, dass das kostenlose Mittagessen an Grundschulen ausschließlich Kindern aus einkommensschwachen Familien zugute kommt. Gleichzeitig fordern sie einen gesunden Pausensnack wie z.B. Äpfel und Bananen, da erwiesen sei, dass viele Kinder bereits ohne Frühstück in die Schule kämen. "Diese Kindern können sich nicht konzentrieren, ihnen wird schlecht und sie können dem Unterricht nicht mehr folgen. Da muss dringend etwas passieren", so der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück. In einem Antrag für den Sozialausschuss, den Ausschuss für Schule, Kinder und Jugend und den Stadtrat fordern die Grünen außerdem, dass das kostenlose Mittagessen an die Nachmittagsbetreuung gekoppelt wird. Ein weiteres Ziel der Grünen sei der Ausbau der nötigen Infrastruktur an den Schulen. Brück dazu: "Die wenigsten Schulen verfügen über eine Mensa oder Cafeteria, in der die Schülerinnen und Schüler in Ruhe und ohne Platzangst zu Mittag essen können. Auch die Räume der Nachmittagesbetruung sind begrenzt. Da wir uns wünschen, dass möglichst viele Kinder und Eltern von der Nachmittagsbetreuung profitieren, muss in diesem Bereich investiert werden."
Gleichzeitig wünschen sich die Grünen, dass die Stadt Saarbrücken im Einvernehmen mit der ARGE beschließt, auf die 1 Euro-Eigenbeteiligung bei der Hartz IV-Aufwendung verzichtet, damit arme Kinder bald und ohne unnötigen bürokratischen Aufwand in den Genuss des kostenlosen Mittagessens kommen. Brück dazu: „Zurzeit werden die Kosten für ein Mittagessen nach Prüfung der Einkommensverhältnisse der Eltern vom Jugendamt übernommen. Aber nicht ganz: die Eltern müssen sich mit 1 Euro pro Mittagessen beteiligen. Hintergrund für diese ungewöhnliche Forderung an die Eltern ist der Umstand, dass in den Hartz IV-Leistungen die Kosten für das Essen der Kinder mit eingerechnet sind. Kommt nun das kostenlose Mittagessen für bedürftige SchülerInnen, dürfte dies zu einem hohen Verwaltungsaufwand führen. Deshalb fordern wir einen Verzicht auf die 1 Euro-Eigenbeteiligung bei einkommensschwachen Eltern.“

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