02.09.2008 | Stadtwerke Saarbrücken: Grüne haben noch Beratungsbedarf

Einstieg in ökologische Energiewirtschaft muss gelingen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat sehen nach dem abgeschlossenen Bieterverfahren im Zuge der Neustrukturierung der Stadtwerke Saarbrücken AG (SWS) noch einige offene Fragen und wollen die Zeit bis zur entscheidenden Sitzung des Stadtrates am 16. September nutzen, um die umfangreichen Verträge zu lesen und Beratungsgespräche zu führen.

Der Fraktionsvorsitzende Thomas Brück erklärt dazu: "Wir haben im Lenkungskreis zwar gesagt, dass die Zusammenarbeit mit der VSE AG und Saar Ferngas AG ein gangbarer Weg sein könnte, entschieden haben wir aber noch gar nichts. Für uns ist von zentraler Bedeutung, dass mit der Neustrukturierung der Stadtwerke der Einstieg in die ökologische Energiewirtschaft gelingen muss. Hier müssen VSE und Saar Ferngas schon beweisen, wie ernst es ihnen mit erneuerbaren Energien ist. Alle diesbezüglichen Projekte müssten detailliert und verbindlich im Vertrag festgeschrieben werden und der Vorstand müsste regelmäßig darüber berichten."

Die Grünen wollen des Weiteren prüfen, ob der Einstieg in die Energieerzeugung nicht auch bei der so genannten "Stand alone-Lösung", also der Lösung , in der die Stadtwerke eigenständig ohne strategischen Partner bleiben, möglich sei. "Bevor diese Fragen nicht alle seriös geklärt sind, wird es von uns keine Zustimmung geben", so Brück.

Klar müsse sein, dass es auf keinen Fall eine parteipolitisch motivierte Entscheidung geben dürfe. Brück dazu: "Die Neustrukturierung der Stadtwerke darf nicht dazu missbraucht werden, ,verdiente' Parteipolitiker in Vorstandsetagen zu etablieren, ohne dass eine entsprechende Qualifizierung vorliegt. Die Personalkapriolen bei der seinerzeitigen Veräußerung des Kraftwerks Römerbrücke mahnen zur Vorsicht."

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